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Geographische Wohnungsmarktforschung in der DGfG

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       Die geographische Wohnungsmarktforschung beschäftigt sich mit den Fragen:

    • wie Gesellschaften als soziale Systeme über den Teilaspekt des Wohnens ihre Verankerung in Raum und Zeit organisieren
    • wie in einer Gesellschaft Wohnungen produziert und verteilt werden
    • wie diese Wohnungen innerhalb einer bestimmten und bestimmenden Ordnung konsumptiv genutzt werden
    • welchen Einfluss Rahmenbedingungen, wie z. B. politische Traditionen, auf die Gestaltung des länderspezifischen Wohnungsmarktes haben (nach Odermatt/Van Wezemael [Hrsg.] 2002: Geographische Wohnungsmarktforschung)


AKTUELL



Bericht zur Tagung
"Internationalisierung des Wohnens - Martkentwicklung, Politiken, Forschungsansätze"
am 15. und 16. Juni 2017 an der Universität Luxemburg 

In Zusammenarbeit mit dem Insitut für Geographie und Raumplanung an der Universität Luxemburg fand im Juni 2017 die Jahrestagung des Arbeitskreises Wohnungsmarktforschung statt. Die Tagung stand unter dem Titel  "Internationalisierung des Wohnens - Marktentwicklung, Politiken, Forschungsansätze" und widmete sich aktuellen Entwicklungen der Internationalisierung sowie deren wissenschaftlichen Reflexionen und praktischen Herausforderungen.  
Den Bericht zur Tagung und einen Teil der Präsentationen finden Sie unter dem Link Tagungen.



Deutscher Kongress für Geographie in Tübingen 

Vom 30. September bis 5. Oktober 2017 wird in Tübingen der Deutsche Kongress für Geographie stattfinden.  Der Arbeitskreis Geographische Wohnungsmarktforschung wird auf diesem Kongress zwar keine separate Arbeitskreissitzung anbieten, dafür sind aber vier Fachsitzungen geplant, die sich dem Themenfeld Wohnen und Wohnungsmarktforschung widmen.

Das komplette Programm des Kongresses finden Sie unter
http://www.dkg2017-tuebingen.de/programm/programmuebersicht/

Nachfolgend finden Sie die Sitzungen, die sich speziell dem Thema Wohnen widmen.


LT2 - FS1.1   Rückkehr der Wohnungsfrage – internationale Perspektiven
am 30. September 2017 
Mit Fokus auf Entwicklungen am Wohnungsmarkt, Investitionsstrategien sowie die Rolle von Staat und sozialen Bewegungen wird auf Basis empirischer Untersuchungen aus unterschiedlichen geographischen Kontexten reflektiert, inwiefern sich gegenwärtig räumlich spezifisch neue „post-crisis housing regimes“ herausbilden.

Moderation 
Dr. Sebastian Schipper, Goethe-Universität Frankfurt, Humangeographie, Frankfurt
Prof. Dr. Marit Rosol, University of Calgary, Department of Geography, Calgary/Kanada

Beiträge
Tom Becker (Esch-sur-Alzette)
    Internationalisierung des Luxemburger Wohnungsmarktes - Chancen oder Hürde für Alternativen?

Steffen Wetzstein (Erfurt)
     The global urban housing affordability crisis

Lisa Vollmer (Weimar), Justin Kadi (Weimar)
     "Durchwursteln" statt Visionen – Proteste und Wohnungspolitik in Berlin und Wien

Jonathan Diesselhorst (Berlin)
     Der Berliner Mietenvolksentscheid – Wohnungspolitik als Verdichtung lokaler Kräfteverhältnisse

Karolin Kautzschmann (Salzburg/AT), Christian Smigiel (Salzburg/AT), Andreas Van-Hametner (Salzburg/AT)
     Österreichische Wohnungspolitik im Kontext von Responsibilisierung

Ilse Helbrecht (Berlin)
     Die Abschöpfung des Planungsmehrwerts – eine Repolitisierung der aktuellen Wohnungsfrage?


LT2 - FS6   Wohnraumschaffung durch neue Stadtquartiere – Qualität versus Quantität?
am 30. September 2017
Der Wachstumsdruck auf zahlreiche Städte in Deutschland verlangt nach der Schaffung von neuem Wohnraum. Nachverdichtung reicht hier oftmals nicht aus, vielerorts entstehen neue Stadtquartiere. Schließen sich dabei hohe Stadtentwicklungsqualitäten, soziale und ökologische Nachhaltigkeit und umfangreiche Wohnraumquantitäten zwangsläufig aus? In der Fachsitzung soll dieser Frage aus der Governance-Perspektive und anhand konkreter Beispiele nachgegangen werden.

Moderation
Dr. Maike Dziomba, redos institutional GmbH/DVAG e.V., AK Immobilien, Hamburg
Dr. Marion Klemme, Bundesinstitut für Bau-, Stadt-und Raumforschung (BBSR), Abteilung I / Referat I-2 "Stadtentwicklung", Bonn

Beiträge
Verena Schäffer-Veenstra (Lausanne/CH)
     Von Akteuren und Instrumenten in Governance-Prozessen – dank Streit zur Nachhaltigkeit?

Mandy Schwausch (Starnberg), Katharina Winter (Starnberg)
     Schöner Wohnen neu denken – Qualität durch Dichte – Ansätze aus Suburbia

Christian Krajewski (Münster)
     Phoenix aus der Asche? Neues Wohnen in Dortmund- Hörde

Anna Growe (Heidelberg), Tim Freytag (Freiburg i. Br.)
     Auf dem Weg zur nachhaltigen Stadt – Image und Umsetzung in neuen Stadtquartieren


LT2 - FS15.1    Geographien des Wohnens
am 1. Oktober 2017
Wir wollen in dieser Sitzung jenseits eines ahistorischen Grundverständnisses diskutieren, wie Wohnen gegenwärtig in spezifische soziale, materielle und technologische Rahmen eingebunden ist, besondere Formen annimmt bzw. mit spezifischen Herausforderungen konfrontiert ist und sogar mit der Auflösung einer fixen Verankerung einhergehen kann. Theoretisch können die Beiträge in unterschiedlichen mikroanalytischen Feldern aber auch sprach- oder diskurstheoretisch verankert sein.
 
Moderation
Dr. Corina Buckenberger, KIT, Institut für Geographie und Geoökologie, Karlsruhe
Dr. Rainer Kazig, UMR Ambiances - Architectures - Urbanités, CRESSON, Grenoble/Frankreich

Beiträge

Michaela Schier (Innsbruck/AT)
     Wohnen als Praxis der Vergemeinschaftung in multilokalen Familien

Markus Kaltenbach (Karlsruhe)
     2nd Homes – residenzielle Multilokalität im Kontext strategischer Planung

Miriam Meuth (St. Gallen/CH)
     Pädagogisch institutionelles Wohnen – Erkenntnisse zu einer Grenzform des Wohnens

Katherin Wagenknecht (Münster)
     Das Einfamilienhaus als eine (un)zeitgemäße Wohnform – eine Diskussion

Annette Spellerberg (Kaiserslautern)
     Technische und soziale Innovationen für Wohnen im Alter

Mathis Stock (Lausanne/CH)
     Was heißt "Wohnen" in mobilen Gesellschaften? Elemente einer sozialgeographischen Theorie

Lin Hierse (Berlin), Lena Abstiens (Berlin)
     Making themselves a home – Konzepte und Strategien zu Zuhause im Wohnraum

Marc M. Seebacher (Graz/AT)
     (Multilokale) Wohnpraktiken – das Wohnen, die Dinge, der Körper


LT2 - FS4 Gentrifizierung – Was tragen neue Forschungen zur theoretischen Fundierung bei?
am 1. Oktober 2017
Vor dem Hintergrund einer Vielzahl jüngerer Forschungsarbeiten zur Gentrifizierung im deutschsprachigen Raum soll die Fachsitzung ein Forum schaffen, auf dem vor allem konzeptionelle Fragen der Gentrifizierungsforschung diskutiert werden.

Moderation
Dr. Jan Glatter, Landeshauptstadt Dresden, Stadtplanungsamt, Dresden
Jan Üblacker, FGW – Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung, Integrative Stadtentwicklung, Düsseldorf

Beiträge
Christian Diller (Gießen)
     Neue Datenquellen zur Untersuchung von Gentrification und die Verknüpfung mit Evaluationen

Marc Höhmann (Köln), Birgit Steck (Köln)
     Kommunaler Umgang mit Aufwertungs- und Verdrängungsprozessen am Beispiel Kölns

Mehmet Çelik (Aachen)
     Werten Migranten ihr Quartier selbst auf? Investitionsprozesse in ethnischen Quartieren.

Michael Mießner (Göttingen)
     Studentification – eine Erklärung für sozialräumliche Verdrängung in Uni-Städten?